Natürlich soll es keine Geldfrage sein, ob man sein Recht durchsetzen kann oder nicht. Damit auch finanziell schlechter gestellten Rechtsberatung und der Weg zu den Gerichten ermöglicht wird, hat der Gesetzgeber ver- schiedene Hilfen geschaffen:

 

Beratungshilfe

Beratungshilfe wird gewährt für die außergerichtliche Wahrnehmung von Rechten, sowie das Güteverfahren, soweit ein solches vorgeschrieben ist. Durch sie kann man sich gegen eine Gebühr von 10,- € anwaltlich beraten lassen. Außer im Strafrecht und in Ordnungswidrigkeitenangelegenheiten gilt die Beratungshilfe nicht nur für die Erstberatung, sondern auch für das übrige außergerichtliche Tätigwerden des Rechtsanwalts, wie beispiels- weise ein Schreiben an die Gegenseite.

Beratungshilfe steht demjenigen zu, dem im Falle eines Prozesses aufgrund seiner Einkommens- und Vermögensverhältnisse Prozesskostenhilfe ohne Ratenzahlung gewährt werden würde.

Wenn Sie Beratungshilfe in Anspruch nehmen möchten, können Sie sich entweder direkt beim Amtsgericht Offenburg einen Berechtigungsschein ausstellen lassen oder Sie kommen direkt zu uns. Wir helfen Ihnen gerne bei der Antragsstellung. Vorab ist es sinnvoll, sich den Antrag nebst Hinweisen auszudrucken. Diesen finden Sie in unserem Downloadbereich.

Weitere Hinweise zur Beratungshilfe hat das Land Baden-Württemberg außerdem auf seiner Serviceseite zur Verfügung gestellt.

 

Prozesskostenhilfe

Eine Partei, die nach ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen die Kosten der Prozessführung nicht, nur zum Teil oder nur in Raten aufbringen kann, erhält auf Antrag Prozesskostenhilfe, wenn die beabsichtigte Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet und nicht mutwillig erscheint (§ 114 ZPO).

Der Antrag sollte am Besten bereits mit Klageerhebung gestellt werden. Hierfür hat der Mandant seine persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse offen zulegen. Prozesskostenhilfe kann aber in jedem Stadium des Verfahrens beantragt werden, auch dann, wenn Sie verklagt werden oder das Verfahren bereits anhängig ist. Das dazu erforderliche Formular nebst Hinweisen finden Sie ebenfalls in unserem Downloadbereich.

Wichtig: Die Prozesskostenhilfe umfasst nur die Gerichtskosten und die eigenen Anwaltsgebühren. Verlieren Sie den Prozess, so müssen Sie - außer im Arbeitsrecht - die Anwaltsgebühren auch dann bezahlen, wenn Ihnen Prozesskostenhilfe bewilligt worden ist.

 

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